Am 12. Oktober 2008 war es nun so weit, nach 8 Laufjahren stand ich auf dem Kohlmarkt in Braunschweig und wartete auf den Startschuss zum 8. Braunschweig-Wolfenbüttel-Marathon. Den 100. in der Heimatstadt zu laufen, das war ein Ziel. Es hat mich in den letzten Monaten verfolgt. Nach über 200 Teilnahmen an Volksläufen und mehr bekommst du eine gewisse Routine, aber nun zum Endspurt geriet ich doch ins Straucheln. Die Gesundheit spielt nicht so mit und jedes Zipperlein wirkt sich aus. Du gerätst ins Zweifeln. Schaffe ich die restlichen Läufe noch alle rechtzeitig? Es wurde mitunter zur Qual. Aber nun stehe ich hier, es kann los gehen.
Viele nette Lauffreunde und Bekannte stehen mit mir am Start. Die Begrüßungen fallen herzlich aus, man kennt sich über die Jahre. Tom, Monika und Nicole sind auch schon da. (Merkwürdig – die sind doch sonst immer erst am Ziel da) Zu meiner Freude stehen Frank und Martin mit an meiner Seite, sie wollen mich begleiten. Wir sind in diesem Jahr schon in Biel 100 km gelaufen. Unsere Fahrgemeinschaft gehörten noch Claudia und Iris an, beide stehen hier auch am Start. Pünktlich erfolgt der Startschuss und wir rennen los. Die ersten Kilometer geht es auf Asphalt durch die Stadt. Diesen Untergrund mag ich am liebsten, deshalb habe ich mir vor einigen Jahren den Läufernamen „Asphalthopser“ zugelegt. Zum Einlaufen genau das Richtige. Unter der Autobahnbrücke Richtung Südsee steht Nicole und feuert uns an. (Schön, dass sie Zeit hat an der Strecke zu stehen) Weiter geht es am Südsee vorbei, kurz vor der Brücke nach Stöckheim stehen Verpflegungsschilder: Michael Richter -only- (Die sind verrückt). Als wir um die Ecke kommen stehen dort die BlueLiner Tom, Monika, Henry, Axel, Nicole, Marcus und Olaf. Sie haben eine roten Teppich ausgerollt und auf einem Tisch Apfelstrudel und Sekt aufgebaut. Nach einem großen Hallo nehme ich mit allen ein Glas Sekt zu mir. (Alkohol beim Laufen – auch zum 1. x) Von nun an sind wir ein Tross von 5 Läufern und 3 Radfahrern. Neben Henry und Axel mit der eigenen Startnummer 1000 begleiten uns Monika, Nicole und Tom. Zwischendurch war auch mein langjähriger Lauffreund Hans aufgetaucht und schoss Fotos. Leider kann er verletzungsbedingt nicht mit laufen, aber für seine Kolumne beim 100 Marathon Club sammelt er Fotos und stellt wieder mal eine schönen Bericht auf die Clubseite. Weiter geht es durch Wolfenbüttel, es zieht sich wieder mal endlos. Zu meiner Überraschung stehen Klaus und Petra an der Strecke. Mit beiden habe ich unter anderem das Abenteuer Brocken-Challenge gemeistert. Petra ist hochschwanger und Klaus verletzt, so können sie nur zuschauen. Auf dem Rückwege kommen wir an der JVA Wolfenbüttel vorbei. Da kommen Erinnerungen auf. Im letzten Jahr liefen wir hier den 1. Knast-Marathon. Etliche Sonntage haben wir dort mit den Häftlingen trainiert, um dann zu Ostern an einem außergewöhnlichen Ort Marathon zu laufen. Es geht wieder zurück nach Braunschweig. Unterwegs treffen wir Axels Familie und für ein Stück schließt sich Matthias uns an. Mit ihm bin ich in diesem Jahr unter anderen beim 100er in Biel gestartet. Seine komplette Familie war beim SchienenLauf der Verkehrs-AG dabei. Wenn er auftaucht ist der SV Lindenberg nicht weit. An deren Spenden-Läufen habe ich auch schon etliche Male teilgenommen. Hinterm Wolfenbütteler Krankenhaus bekomme ich einen großen Schreck. Mit lautem Tröten tauchen von rechts sowie links André und Harmsi auf. Ganz in schwarz mit Neon-orangen Shirts und der Aufschrift „SECURITY“ haben wir nun noch zwei Begleiter mehr. Sie wollen den Rest mit uns laufen. Als ich äußere: “Ich komme mir vor wie Haile Gebrselassie bei so viel Begleitung“ kommen die verrücktesten Gedanken auf und wir lassen unsere Ideen freien lauf. In Stöckheim wir noch mal ein Gläschen Sekt genommen und ab geht es Richtung Ziel. Am Spielmannsteich treffen wir meine Tochter mit Freund und Hund Toma. Der ist auch einer meiner treuen Trainingsbegleiter geworden. Immer ein wenig schneller als ich, sorgt er für Tempoeinheiten, die ich eigentlich nicht mag. Vorbei geht es an der Okercabana, auch einem Ort mit Erinnerungen. Hier fand in diesem Jahr Tom´s Volksbank BraWo Halbmarathon der Braunschweig Läuft Serie statt. Bei schönstem Wetter waren die BlueLiner erfolgreich vertreten. Von weitem hören wir die Ansagen vom Kohlmarkt. Gleich ist es geschafft. Frank sagt mal die Zeit an, das schaffen wir noch unter 4:30. Also auf zum Endspurt. Meine treuen Begleiter bilden eine Gasse, so kann ich alleine über die rote Matte ins Ziel einlaufen und den Moment intensiv genießen. Unter Konfettiregen und lauten Zurufen stehe ich im Kreise meiner Lauffreunde und Familie, nehme die Glückwünsche entgegen und freue mich riesig. Es ist geschafft, die 100 sind voll. Fotos werden gemacht. Vom HAJO Meier erhalte ich die begehrte Urkunde zum 100. vom Marathon Club. Sigrid ist noch unterwegs. Beide waren gestern schon beim Brockenmarathon gestartet. So einen Doppelstart haben Claudia, Iris, Frank und Michael mit mir im letzten Jahr auch hingelegt. Wir sind schon eine verrückte Bande. Jennifer und Heike haben Finger-Food vorbereitet. Mit einem gemeinsamen Imbiss lassen wir den Tag im Kreise der Familie mit lieben Lauffreunden ausklingen. Für die vielen Fotos möchte ich mich bei Markus und Monika bedanken. Danke für die mir übereichten Aufmerksamkeiten. Danke den BlueLinern (Wir sind schon eine starke Gemeinschaft) Danke Heike für die Geduld mit mir.
Nachdem wir im letzten Jahr im Team diese Herausforderung angegangen sind wollte ich in diesem Jahr mein Glück alleine versuchen. Am Freitag abend war das erste Treffen mit den Teilnehmern und Ausgabe der Startunterlagen. Die Streckenkarten gingen gleich wieder zurück, denn der Weg war im letzten Jahr so gut ausgeschildert das sie nur Ballast waren. Zur Übernachtung trafen einige der Läufer sich im Gang der Sporthalle. So wurden alte Bekanntschaften gepflegt und neue geknüpft. Morgens um 4.00 Uhr sprang die Heizungsanlage so laut an das kein Wecker benötigt wurde. Nach einem kurzen Frühstück ging es zum Start an den Hainholzhof. Um 6:00 Uhr war dann der Start angesagt. Alle Teilnehmer wurden in der Starterlist mit Nottelefonnummer abgeharkt und so konnte es losgehen. Im Dunkeln bei frostigen Graden führten die ersten Meter durch einen Wald. Dann der erste Höhepunkt, man roch schon aus einigen Meter das brennende Wachs. Durch Fackeln wurde der Weg durch eine lange Senke beleuchtet. -Sehr beeindruckend - So liefen wir durch Mackenrode noch im Dunkeln dem Sonnenaufgang entgegen. An der Verpflegungsstelle Landolfshausen war es dann schon heller Tag und der erste warme Tee schmecke hervorragend. Weiter ging es in Richtung Seeburg durch wellig Landschaft, immer wieder rauf und runter. Um den Seewanderweg ging es weiter durch die Landschaft zur Rhumequelle, der größten Quelle Europas. Nach der dortigen Verpflegung kamen die ersten längeren Steigungen, nicht steil, aber immer sacht bergauf. Das Marathonschild 42 km erschien mir ein wenig zu früh gesetzt. Aber was spielt das bei solch einer Strecke für eine Rolle? An der Dreymannsmühle liefen dann drei Läufer zu mir auf. Nach einer gut tuenden Pause in der Sonne sollten wir einen Teil des nun folgenden Weges gemeinsam meistern. Die Unterhaltung waren sehr kurzweilig und die Herren Heinz Jäckel, Willem Mütze und Günter Meinhold beeindruckten mich mit ihrer Lauferfahrung. Sie sind eine tolle Laufgemeinschaft und habe an etlichen Veranstaltungen im Langstrecken sprich Ultrabereich Teil genommen. Und so kam es wie es kommen musste, mein Lauffreund Hans Drexler hat es in einem seiner Berichte über Mütze beschreibt. Ich hatte einen Stein im Schuh und leerte diesen, schon waren die Drei vorbei marschiert und nicht mehr gesehen. Von nun an hieß es alleine weiter zu kommen. Immer stetig bergauf am Jagdkopf vorbei über den Pastorenweg, mit einer super Aussicht über den Harz, weiter dem Parkplatz Lausebuche entgegen. Hier macht sich dann die in diesem Jahr stark verbesserte Verpflegung bemerkbar. Einfach toll wie fürsorglich sie die Helfer sich um einen kümmerten. Kein Wunsch der nicht gleich erfüllt wurde. Die Auswahl an allen Verpflegungsstellen war gegenüber letztem Jahr noch besser geworden. Auch Cola war diesmal reichlich da, an Salz oder Salzhaltiges wurde auch gedacht. Einfach wunderbar. Über den Kaiserweg ging es nun nach Königskrug natürlich immer wieder langgezogen bergauf. Nun waren auch die ersten Schnee- und Eisfelder welche im Winter nicht fehlen dürfen vorhanden. Bis hier hin konnte man auch noch ganz gut trocken Fußes durch komme. Nun aber Richtung Oderbrück sollte der eine oder andere nasse Füße bekommen. Auch mir ging es so. Irgendwann rutschte ich weg und war mit einem Schuh im Wasser. Spätestens jetzt begann die Challenge. Bis zur nächsten Station ging es immer mehr über Schnee und Eis. In Oderbrück erwartete mich meine Tochter mit trockenen Sachen und Spike-Schuhen. Schnell umgezogen, eine paar Scheiben Schinken vertilgt ging es nun die letzten Kilometer zum Brocken rauf. Spaziergänger applaudierten, ein Langläufer kehrte extra um um mir ein paar aufmunternde Worte mitzugeben. Aber ab hier war ich so gut drauf das mich nichts mehr hielt. Den Dreieckigen Pfahl nahm ich gar nicht richtig war und ehe ich mich versah waren da die Bahnschienen der Brockenbahn. Den letzten Zug nach unten konnte ich noch beobachten, im Rücken einen herrlichen Sonnenuntergang. Den neuen Goetheweg bin ich in den vergangenen 12 Monaten so oft gelaufen als ob es meine Hausstrecke währe. Deshalb war ich wohl auch nicht mehr zu bremsen. Gleich sieben Läufer wurden von mir bis auf den Gipfel eingeholt. Auch die Laufkameraden Heinz, Willem und Günter. Nach dem Duschen gab es was zum Schmausen und Weizenbier. Einfach herrlich! Alle hatten es bis nach oben geschafft. Es gab eine Soforturkunde für jeden und ging dann im Pendelverkehr wieder runter nach Schierke. Im Hotel König ließen wir den Tag gemütlich ausklingen. Gegen 22:30 Uhr fuhren die Leute mit dem Bussen nach Göttingen oder man organisierte sich selber um nach Hause zu kommen.
Alles in allem ein schöner Lauftag, mit herrlichem Wetter, super Verpflegung und netten Leuten bei toller Organisation.
Vielen Dank an Markus und Challenge-Team.
Euer Lauf ist echt Empfehlenswert! Mach weiter so.
An alle die dabei waren einen lieben Gruß vom Asphalthopser
Michael Richter
1. Drinnen für Draußen Marathon in der JVA Wolfenbüttel. Als ich die Einladung von Tom Staats zu diesem Marathon bekam wusste ich nicht so recht was da auf mich zukommt. Vorbesprechung im Januar, kennen lernen von Inhaftierten – Laufpatenschaften sollten sich bilden. Für die langen Trainingseinheiten wurden mehrere 2,5 Stundeneinheiten verabredet. Also Sonntags morgens rein in die Laufklamotten und ab zur JVA. Immer daran denken Personalausweis nicht vergessen und das Handy schön zu hause lassen. Die Jungens dort waren auch noch nicht so recht wach. Aber nach einigen Runden und beäugen kamen die ersten Gespräche zu Stande. Infos wurden Ausgetauscht, jede Seite war neugierig mit wem man es hier so zu tun hatte. Ich staunte nicht schlecht über einige übergewichtige Häftlinge. 95 Minuten rechts herum laufen und dann links herum hielten sie die 200 m Runden durch. - Und Draußen musste man manche Frage beantworten. Warum machst du so was? Soll man die auch noch verwöhnen, usw.. Ich gebe zu im ersten Augenblick war es Neugier. Geht so was gut? Wie läuft das so mit den Patenschaften? Welche Anforderungen kommen da auf einen zu? Und Schließlich dann noch: du willst dabei sein - beim 1. Gefängnis-Marathon in Deutschland. Am Samstag den 7. April war es dann soweit, ca. 80 Läufer trafen sich um 8:15 Uhr um Startunterlagen entgegen zu nehmen und restliche Instruktionen zu erhalten. Für die Leute von Drinnen war das sicherlich sehr aufregend mit so vielen von Draußen Kontakt zu bekommen. Zusätzlich lauter Leute vom Fernsehen und Fotografen der Zeitungen, heute waren sie die Stars. Beim Start um 10:00 Uhr eher zurückhalten kamen die Läufer der JVA aber schnell unter die Leute und nach zwei drei Runden waren alle schön gemischt unterwegs. Wir, die an den Trainingseinheiten teil genommen hatten pflegten unsere Kontakte und gaben immer wieder Zuspruch und Aufmunterungen an die Jungens weiter. Und so drehten wir alle unsere Runden um die jeweils gesteckten Ziele zu erreichen. Die „Zweier“ Laufgemeinschaft schaffte wie erwartet ihr Ziel in hervorragender Zeit. Aber auch so ein oder anderer von den anderen Häftlingen wuchs über sich hinaus. So kam es das sich einer dem man es nicht zugetraut hätte von seinen Mithäftlingen aus dem Zellentraktfenstern feiern lies, er hatte trotz starkem Übergewichts die Marathondistanz geschafft. Das vorhaben gemeinsam zu laufen, Ziele zu erreichen und neben bei Spenden zu sammeln setzten wir trotz einiger Bedenken hervorragen um. Vielen Dank an den Veranstalter, sein Team und den Hauptinitiator Joachim Franz. Laufend etwas Gutes tun, mit seinem Hobby Spenden sammeln und Projekte unterstützen die anderen helfen sind glaube ich ein gutes Ziel und Motivation immer wieder neu an den Start solcher Veranstaltungen zu gehen.
Unter dem Titel: „Von der Gewalt, die alle Wesen bindet, befreit der Mensch sich, der sich überwindet“ fand am Samstag, dem 3. Februar 2007, die Brocken-Challenge über 84,5 km und rund 2000 Höhenmeter statt. Dieser Lauf soll nicht nur eine Herausforderung im sportlichen Sinn sein, sondern gleichzeitig als Spendenlauf für einen guten Zweck dienen (z.B. je gelaufener Kilometer 1 € ). Dieses mal gingen sämtlichen Start- und Spendengelder an das Hospiz an der Lutter in Göttingen.
Drei begeisterte Läufer der Braunschweiger Verkehrs-AG gingen diese Herausforderung an. Zum Team BSVAG gehörten als Läufer Klaus H. und Michael Richter. Den Verpflegungsfahrer mit dem Fahrrad machte Dirk S. und Petra A. (die Freundin von Klaus) versorgte uns an der Strecke mit dem Wohnmobil. Ebenfalls dabei war Juri T., er brachte uns am Freitag mit seinem Womo zur Vorbesprechung nach Göttingen und bewarte uns so vor einem all zu frühen Aufstehen am nächsten Tag. Bei einem gemeinsamen Abendessen wurden die letzten Absprachen getroffen.
Am nächsten Morgen um 6:00 Uhr standen ca. 70 Teilnehmer am Start. Mit Stirnlampe ging es ab in die Dunkelheit. Im ersten Streckenabschnitt hatte man an den markanten Stellen Fackeln in die Erde gesteckt. Auf den bergabführenden Teilen sah das sehr idyllisch aus. Über die Stationen Landolfshausen, Seebug ging es nach Ruhmspringe, vorbei an der Ruhmequelle. Wenn es bis dahin eher leicht Berg auf und ab ging, wurden jetzt die Berge immer steiler.
Umgestürzte Bäume lagen über die Wege. Unser Mann auf dem Fahrrad kam zum ersten mal ins Schwitzen, immer wieder musste er sein Rad schultern. - Weil ihm unterwegs kalt wurde lief Klaus dann vor nach Barbis. Dort war die Hälfte geschafft und als Dirk und ich dort an kamen war er schon wieder unterwegs. Über Handy nahmen wir immer wieder Kontakt zu ihm auf. - Alles lief gut - Ab Kilometer 45 führte die Strecke an Bad Lauterberg vorbei, über den Jagdkopf zum Parkplatz Lausebuche. Zum größten Teil nur bergauf, unterwegs gab es einen herrlichen Blick auf den Oderstausee und zum ersten mal Schnee. Es zog sich immer mehr zu und fingen an zu Regnen, wir wurden klitschnass. Dirk konnte nicht mehr auf dem Fahrrad sitzen, sein Hinterteil tat weh. Jeder von uns dachte heimlich: „Gibt er gibt auf, wie weit kommt er durch“. - Aber bei einer Tasse Kartoffelsuppe und reichlich Tee viel eine Entscheidung. Das Rad kam auf den Versorgungswagen und Dirk zog sich um, ab hier wollte er mit mir weiter nach Königskrug laufen. Durch Matsch und Wasserlachen kämpften wir uns Kilometer über Kilometer vorwärts. Bis zur letzten Verpflegungsstation Oderbrück mussten wir nun auch eine feste Schneedecke überwinden. Inzwischen lief auch Dirk vor um seinen Rücksack mit trockenen Sachen zu Packen. Eigentlich waren wir ja davon ausgegangen das er uns nur bis dorthin begleitet. Nun hatte ihn aber der Ergeiz gepackt und er wollte ebenfalls bis auf den Brocken laufen, wo unsere deponierten Sachen schon auf uns warteten. Mit frischen Schuhen und winddichten Sachen ging ich den letzten Teil des Abenteuers an. Über eine feste Schneedecke zum Dreieckigen Pfahl, den Goetheweg hinauf. Es war mittlerweile dunkel und wurde immer kälter. Der Wind tat sein übriges dazu. Gegen 19:00 Uhr hatten wir drei nacheinander alle den Brockengipfel ohne nennenswerte Blessuren erreicht. Unter der heißen Dusche des Hotels tauten wir schnell auf und ein erstes Weizenbier schmeckte auch schon wieder. Mit einem Transferbus ging es nach Schierke, wo unsere Versorgungsfahrerin auf uns erwartete. Nach einem weiteren Getränk ging es nach Hause mit dem Wissen: „Das Team Braunschweiger Verkehr-AG hat an einem der härtesten Ultramarathons Deutschland erfolgreich teilgenommen“.
Vielen Dank an alle die uns bei der Planung und Ausführung mit Rat und Tat unterstützt haben.
Im Januar war mein fünfzigster Geburtstag und zu diesem Anlass stand auf der Wunschliste Startgelder für Marathons und mehr. Ziel sollte es sein in diesem Jahr meinen 50. Marathon zu laufen. Bis zur Feier waren schon 39 x die 42,195 km bis max. 127 km unter die Laufschuhe genommen worden. Durch das Sponsoring konnten noch zusätzlich einige Veranstalltungen gebucht werden. - An dieser Stelle vielen Dank an alle für die tatkräftige Unterstützung.
Zu den Höhepunkten zählten unter anderem der Marathon in Rom, die Teilnahme am 1. Passinonslauf in Lilienthal (an 5 Tagen jeweils ein Marathon = 211 km) mit vielen Spenden für erkrankte blinde Kinder, 100 km Bieler Lauftage und der Doppelmarathon in Kaltenkirchen.
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Kurzentschlossen meldete ich in Hannover, um dort mit Iris Brümmer gemeinsam den 50. zu laufen. - Sie aber hatte reine Marathons und ich nur mit Ultras zusammen 50.
Am 8.10.2006 wurde dann das Ziel erreicht. Beim 6. Braunschweig - Wolfenbüttel Marathon nahm ich zum 50. mal an einem reinen Marathon teil. Zu einem Imbiss waren die Familie und Lauffreunde zum Kohlmarkt gekommen, es wurde ein wenig Gefeiert. Nebenbei habe ich bei der 6. Teilnahm in Folge eine persönliche Bestzeit für diese Verstalltung aufgestellt.
Nach über 30 Jahren aktivem Judo beim Braunschweiger Judo Club, braunschweiger-jc.de, wollte ich noch einmal etwas Neues ausprobieren.
Vor Jahren hatte ich mit dem Laufen angefangen mit dem Ziel einmal im Leben einen Marathon zu bestreiten. Aber wie das so ist, kam immer wieder etwas dazwischen.
Bei einem unserer Ostseeurlaube lernten wir Monika aus Cuxhaven kennen. Sie ist Marathonläuferin und hat schon einige Veranstaltungen mitgemacht. Mit ihr unterhielt ich mich übers Laufen und meine Probleme mit dem Heuschnupfen. Ihre Vorschlag war es über Winter zu trainieren um den Pollenflug zu entgehen und dann an einem Frühjahrsmarathon teil zu nehmen. Gesagt getan, fing ich gleich nach dem Urlaub mit dem Training an. Zu Silvester 2000 bestritt ich dann meinen ersten 10,8 km Lauf in Salzgitter, dazu kam noch ein 10 km Lauf und am 22.04. 2001 war es dann so weit, der erste Start beim 16. Hansaplast Marathon in Hamburg.
Samstags trafen Heike und ich Monika mit ihrem Lauffreund Helmut aus Flensburg. Erst ging es zum Unterlagen abholen und Chip einlesen durch die Messehalle, danach standen der Besuch der Sportmesse sowie das angebotenen Frühstücksbuffet an. Die Leute wirkten alle ein wenig angespannt und hektisch. Am nächsten Tag trafen wir uns wieder zum gemeinsamen Start. Letzte Tipps wurden ausgetauscht und die Kleidung noch einmal gewechselt. Als Neuling war ich eben doch noch zu dick angezogen.
Den Lauf als solches erlebte ich in allen Phasen. Das Publikum an der Strecke ist großartig, da sitzen welche und frühstücken an der Straße mit allem Drum und Dran, selbst der Sektkübel wir nicht vergessen. Andere haben die Zeitung mit allen Startern in der Hand, suchen geschwind nach deiner Startnummer und feuern dich mit Namen an. Musik dröhnt von den Häusern und Kinder halten dir die Hände zum Abklatschen hin. Verkleidete Läufer fallen besonders auf, manche feuern die Zuschauer auch noch zusätzlich an und wenn der Lauf durch den Tunnel am Bahnhof geht gibt es eine La-Ohla-Welle der Läufer das es einem kalt den Rücken runter läuft. Sicherlich zum Ende musste ich kämpfen wir viele andere auch, aber im Ziel angekommen als Finisher war ich glücklich und freute mich mit jedem der es auch geschafft hatte.
Da der Erste Marathon ein erfolgreiches Ende genommen hat, habe ich mich entschlossen noch weitere zu laufen. In zwischen besuchten Monika, Helmut und ich, sowie Heike als Betreuer und Fahrerin, schon einige Läufe gemeinsam. Ich hoffe das wir gesund bleiben und gemeinsame noch etliche Veranstaltungen besuchen können.